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Muslimische Sehenswürdigkeiten

Neben diesen für die biblische Theologie und für die jüdische und christliche Religionen wichtigen Sehenswürdigkeiten bietet Persien natürlich viele muslimische (shi’itisch) Sehenswürdigkeiten (in Teheran Qom, Isfahan, Na’im, ...), die für Theologiestudentinen und Studenten insbesondere für den interreligiösen Dialog besonders wichtig sind. Das
Reiseprogramm bietet auch einen Vortrag von Professoren der Universität Shiraz über den shi’itische Islam.

 

 

 

 

 

 

 







 



Die Perser sind –wie die Meder- aus der Russischen Steppe in die Iranische Hochebene emigriert. Der Name Persua (auch Barsua, Parsuash, Parsumash geschrieben) kommt zuerst in neo-assyrischen Texten (von Shalmaneser III in 844 v.Chr.) vor.

Die heutige Stadt Hamadan ist das antike Ekbatana (aus dem persichen Hangmatana, „Sammelplatz“). Sie war eine der Hauptstädte der Achämeniden und liegt am Fuß des Zagros Gebirge.

Hamadan liegt an der Seidenstraße zwischen Teheran und Bagdad und hat mehr als 2.500 Jahre faszinierende Geschichte. Die Stadt wird mehrmalen in Alten Testament erwähnt: Ezra 6:2, Judit 1,1-4 und Tobit 3,7; 7,1, 14,12. 2 Makk 9,1-3 beschreibt die Flucht des Antiochus IV. Epifanes nach Ekbatana kurz vor seinem Tod.

In Hamadan befindet sich auch das Grabmal von Esther und Mordechai, was an die alte jüdische Tradition der Stadt erinnert; in Wirklichkeit gehört das Grab wahrscheinlich der jüdischen Königin der Sassanidische Herrscher Yazdegird (399-421 n.Chr.). Einen Besuch wert ist auch das Mausoleum von Avicenna (Ibn Sina), dem großen Universalgelehrten des Mittelalters, dessen Schriften auch in Europa die medizinische Forschung wesentlich prägten.

Etwa 7 Km südwestlich von Hamadan sind heute noch die Ganjnameh-Inschriften (= Schatzbuch) in einem Felsen des Alvand-Gebirges von Darius und Xerxes zu sehen.

In Bisotun/Behistun (30 km östlich von Kermanshah) befinden sich mehrere Reliefs. Das Bedeutendste ließ der Achämenidenkönig Darius I. einmeißeln. Die bildliche Darstellung, gut fünf Meter breit und drei Meter hoch, stellt Darius' Sieg über seinen Hauptgegner Gaumata dar. Mit der Szene, die von der geflügelten Sonnenscheibe des Gottes Ahura Mazda gekrönt ist, will Darius seinen Thronanspruch legitimieren.

Darius I. (Griechisch /LXX Dareios, Hebräisch: Daryawesh, Persisch: Darayavaush, „Der gute Gedanken hat“) 522-486 v.Chr., ist der persische König, unter dem der 2. Tempel in Jerusalem (nach der Rückkehr der Juden unter Cyrus der Große) wiedergebaut wurde. Er wird in Ezra 4-6 sehr prominent erwähnt (siehe auch Hag. 1,1.15; 2,10; Zach. 1,1.7; 7,1). Im Felsen kann man noch die sogenannte Behistun-Inschrift sehen. Sie umfasst 1200 Zeilen und ist dreisprachig in Altpersisch, Elamisch und Neubabylonisch abgefasst. Deshalb war sie für die Entzifferung der Keilschrift ähnlich bedeutsam wie der Stein von Rosetta für die ägyptischen Hieroglyphen.

Susa, Hauptstatt von Elam (in Hebräisch Shushan) ist das heutige Khuzestan und ist sehr stark verknüpft mit sud-west Mesopotamien. Wegen der aktuellen unsicheren Lage in Irak, Syrien und in der Türkei ist süd-west Persien das einzige Teil Mesopotamiens was man überhaupt noch sicher besuchen kann.

Elam und die Elamiten werden oft im AT erwähnt: Gen 10,22; Jes. 21,2; 22,6. Jer 25,25; 49,34-39; Ezek. 32,24). Elam wird auch im NT erwähnt (Apostelgeschichte 2,9). Daniel war während eine Vision in Susa (8,16); das Buch Ester spielt sich während der Regierung von Ahasuerus (in Griechisch bekannt unter Xerxes) in Susa ab und Ezra 4,9-10 schreibt das die Männer von Susa nach Samaria deportiert sein. Nehemia war in der Festung Susa wenn Hanani mit einigen Männern aus Juda kamen und ihm sagten dass die Judäer in großer Not
und Schmach lebten und die Stadtmauer von Jerusalem niedergelegt und die Tore abgebrannt waren (Neh. 1,1-3).

Susa ist auch Fundort der –auch für die alttestamentliche Exegese– wichtigen Kodex von Hamurabi. Weitere Funden sind aus der elamitischen, assyrischen, babylonischen, achämenidischen (u.a. die Winterresidenz des persischen Großköniges Darius), griechischen (seleukidischen), parthischen, sassanidischen und islamitischen Zeit. Wichtig ist auch das sogenannte Grab des Prophet Daniels in Susa, was immer noch als ein islamitisches Pilgerort dient. Über Daniels Tod wird in der Bibel nichts berichtet, doch nach jüdischer und arabischer Überlieferung ist sein Grab in Susa zu finden. Nicht weit von Susa befindet sich Choga Zanbil, das elamitische Dur-Untash, wo noch ein Ziggurat (ein Stufentempel) aus der Zeit um 1.250 vor Christus erhalten ist. Es handelt sich um das einzige Ziggurat im ganzen Nahe Osten (vergleichbar mit der Turm Babels, Gen 11) was man heute besuchen kann.

Die berühmte Königsstadt Persepolis ist ein Höhepunkt der Reise. Die fantastischen Reliefs an den Treppenaufgängen zur Audienzhalle und die Paläste des Darius und Xerxes erzählen 2.500 Jahre alte Geschichten. In Naqsh-e Rostam befinden sich die Felsgräber der Achämeniden, das zarathustrische Feuerheiligtum und sassanidische Felsreliefs. Das Grab von Kyros, der Begründer des ersten Weltreichs der Geschichte, befindet sich in Pasargada.
Diese Orte werden in der Bibel nicht erwähnt, aber schon sowohl die persische Könige als auch ihre zaratustrische Religion. Sie haben tiefe Auswirkung auf der griechischen Denksweise und auf dem Judentum gehabt, vielleicht schon in Texten oder wenigstens in Konzepten der altestamentlichen Theologie und weiter noch in der intertestamentlichen Literatur (möglicherweise auch in der Qumran Literatur). Der orientalische Gott Mitras und das Mitraismus waren im Römischen Reich sehr beliebt und waren eine starke Konkurrenz des frühen Christentums und spielte im später Zoroastrismus eine wichtige Rolle. Der
Feuertempel (Ateshkadeh) und die Totentürme der Zarathustrier in Yazd sind heute noch Zeugen von der noch aktiven zarathustrischen Religion des heutigen Persiens.

Vorläufer des Gott Mitras finden wir schon in der Kultur Luristans: die zahlreiche Luristan Bronzen die ausgegraben sind und die man in Museen in Teheran und in andere Orten besuchen kann, weisen darauf hin.

Auch in Isfahan gibt es ein zarathustrischer Feuertempel aber in dieser Stadt befindet sich auch der wichtige armenische Dom. Er wurde dort gebaut, nachdem Shah Abbas I. Anfang des 17. Jahrhunderts etwa 30 000 christliche Armenier im einem Stadtteil im Süden Isfahans ansiedelte.